Schon für Cicely Saunders, die Begründerin der modernen Hospizbewegung, war es unerlässlich, in der Versorgung Sterbender immer auch auf die „spirituelle“ oder existentielle Dimension einzugehen. Seither ist die Sorge um die spirituellen Bedürfnisse und die Auseinandersetzung mit existentiellen Themen nicht nur in der professionellen Gesundheitsversorgung, sondern auch in der ehrenamtlichen Hospizarbeit fest verankert und wird „Spiritual (oder auch Existential) Care“ genannt.
Die Begriffe „Spiritualität“ und „existentiell“ können ganz viel bedeuten - jedenfalls geht es um mehr als um Religion. Welche Fragen und Klagen, welche Sorgen und Sehnsüchte haben und thematisieren Sterbende und ihre Zugehörige, aber auch Helfende? Wie steht es um Werte und Hoffnungen, um Sinn und Bedeutung? Kann man darüber sprechen, und kann man noch anderes tun als darüber sprechen?
Diesen und anderen Fragen wollen wir an diesem Nachmittag nachgehen.
